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Gute Nacht, kleiner Bär
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Gute Nacht, kleiner Bär

3:49 MinFür alle

Ein großer alter Bär erzählt vom Schlafen im Wald — bis auch du die Augen nicht mehr aufhalten kannst.

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Gregory

Gregory

Ein warmes Gutenacht — so klingt meine Stimme. Für Bären, Kinder und alle, die kuscheln wollen.

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Die Geschichte zum Lesen

Hallo, Kleines.

Ich bin Gregory. Ich bin ein alter Bär — und ich kenne den Wald hier besser als meine eigene Pranke. Jeden Baum, jeden Stein, jeden kleinen Bach, der murmelt, wenn er über Moos fließt.

Heute Abend setze ich mich an meinen Lieblingsplatz — einen großen, runden Stein am Rand des Waldes. Von hier aus kann ich die Felder sehen. Und wenn der Wind von der richtigen Seite kommt, riecht es nach frischem Heu und Erde.

Der Wald macht sich bereit zum Schlafen.

Weißt du, wie das klingt? Die Vögel werden leiser, einer nach dem anderen. Die Blätter hören auf zu rascheln, weil der Wind einschläft. Und irgendwo, ganz tief im Wald, gähnt ein Fuchs.

Ein großes, langes Gähnen.

Und dann — Stille.

Nicht die ungemütliche Stille, die sich leer anfühlt. Nein, nein. Die warme Stille, die sagt: Jetzt darf alles aufhören. Jetzt darf alles ruhen.

Jetzt wird es dunkel.

Aber dunkel ist gar nicht schlimm — das sage ich dir als alter Bär, der die Dunkelheit sehr gut kennt. Im Dunkeln passieren die schönsten Dinge.

Die Sterne kommen heraus, einer nach dem anderen. Erst die großen, hellen — die siehst du zuerst. Dann kommen die kleinen, zarten dazu. Und wenn du lange genug schaust, sind plötzlich so viele da, dass du gar nicht mehr zählen kannst.

Der Mond steigt über die Baumkronen.

Er ist heute rund und voll — wie ein großer weicher Ball aus Licht. Er wirft weiche Schatten zwischen die Bäume, lange, ruhige Schatten, die sich kaum bewegen.

Ich schließe halb die Augen.

So sehen die Lichter aus wie kleine verschwommene Flecken. Sehr schön. Wie wenn man träumt, bevor man überhaupt eingeschlafen ist.

Kennst du das Gefühl? Wenn die Gedanken langsamer werden. Wenn der Tag weit weg ist. Wenn alles ein bisschen schwimmt, ganz angenehm, ganz weich.

Genau so fühlt sich das hier an.

Ich gehe jetzt nach Hause.

Meine Höhle ist nicht weit. Sie liegt unter einem großen Felsvorsprung, da wo die Eichen am dichtesten stehen. Drinnen ist es warm — die Erde riecht nach altem Moos und trockenem Laub, und in einer Ecke liegt mein Lager aus weichem Gras und Blättern.

Ich trample kurz im Kreis — das machen wir Bären immer so. Niemand weiß genau warum. Aber es gehört dazu.

Dann lege ich mich hin.

Meine schweren Pfoten strecke ich aus. Mein Fell ist warm. Von draußen höre ich noch das leise Rauschen des Waldes — Blätter, Wind, ganz weit weg das Murmeln des Baches.

Ich schließe die Augen.

Und weißt du, was ich denke, bevor ich einschlafe?

Ich denke: Es war ein guter Tag. Die Sonne war warm. Der Honig war süß. Und jetzt ist die Nacht weich.

Mehr braucht es nicht.

Leg auch du jetzt deinen Kopf hin. Spür, wie dein Körper schwer wird. Wie dein Atem langsamer wird. Wie der Tag sich verabschiedet.

Gute Nacht, Kleines.

Ich bin hier. Der Wald ist ruhig. Die Nacht passt auf uns auf.

Schlaf gut.

· 3:49 Min Min. Audio

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